Skip to content

Studie: Atomkraftwerke mittlerweile beliebter als Global-2000-Spendenkeiler

Studie: Atomkraftwerke mittlerweile beliebter als Global-2000-Spendenkeiler published on

Text: Die Tagespresse
Atomkraftwerke werden in Österreich immer beliebter! Diese verblüffende Entwicklung ist laut einer Studie der Verdienst der Global-2000-Spendenkeiler.

Seit sie Menschen auf der Straße verfolgen und bedrängen, bevorzugen neun von zehn befragten Wienern in ihrer direkten Nachbarschaft eher ein Atomkraftwerk als einen Spendenkeiler.

Der komplette Artikel: Die Tagespresse (Satire)

Artikel zum Thema: https://kevinbrutschin.wordpress.com/2015/04/26/hintergrundbericht-zum-thema-corris-co-vom-5-11-2014-aktualisiert-gekurzt-am-23-4-2015/

Licht ins Dunkel (LID) und Fundraiser – Unsaubere Methoden, um Spendengelder zu lukrieren?

Volksanwälte präsentieren Jahresbericht 2015

Volksanwälte präsentieren Jahresbericht 2015 published on

Text: Volksanwaltschaft
Als Schwerpunkte der nachprüfenden Kontrolle wurden im Rahmen der Pressekonferenz (4. Mai 2016) unter anderem die bedenkliche Situation chronisch kranker Kinder im Schulsystem, die internationale Tätigkeit der Volksanwaltschaft sowie Missstände rund um das Thema Sachwalterschaft aufgezeigt.

Betreffend die präventive Menschenrechtskontrolle standen Probleme in Polizeianhaltezentren und Justizanstalten sowie die menschenunwürdige und erniedrigende Behandlung von Menschen mit Behinderungen im Fokus.

Günther Kräuter berichtete von der präventiven Menschenrechtskontrolle, etwa in Polizeianhaltezentren und Justizanstalten. Große Sorgen bereite weiterhin der Alten- und Pflegebereich, wobei die Kritik nicht gegen das Personal, sondern gegen vorhandene Strukturen gerichtet sei. Kräuter verwies speziell auf Fälle aus Oberösterreich („behördliche Verantwortungslosigkeit“) und Salzburg („gerichtliche Beschlüsse nicht umgesetzt“).

Der komplette Jahresbericht 2015: http://volksanwaltschaft.gv.at/

Protesttag… ohne Protest

Protesttag… ohne Protest published on

Text: Thomas Stix (ein Kommentar)
Heute ist der 5. Mai, das ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Von Protest ist wenig zu sehen. Manche wollen auch gar nichts mehr von einem Protesttag wissen, und nennt diesen Tag verniedlichend „Tag der Inklusion“. 

Um die Behindertenpolitik in unserem Land steht es schlecht. Stillstand ist die Regel. Ein Beispiel: Persönliche Assistenz. Da geht weder im Bund noch auf Länderebene etwas weiter. Im Jahr 2008 etwa wurde die PA-Regelung in Wien als Meilenstein gefeiert. Zurecht war diese Regelung ein echter Fortschritt. In den vergangenen 8 Jahren wurde aber in diese Richtung von der Stadt Wien nichts mehr getan, im Gegenteil, das PA-System wird regelrecht ausgehungert; die Förderung wurde seit dem Bestehen kein einziges Mal valorisiert, durch den Geldwertverlust wird die Förderung Jahr für Jahr scheibchenweise reduziert.

Am 11. April 2016 haben Pepo Meia (BMIN) und Mag.a Bernadette Feuerstein (SLI Österreich) ein Interview mit dem Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien, Peter Hacker, geführt. Man kann dabei sehr klar die Abneigung Peter Hackers gegenüber der Persönlichen Assistenz wahrnehmen. Er weicht der Frage, warum diese nicht valorisiert wird, immer wieder aus, und – das ist der noch größere Skandal – er schließt eine Persönliche Assistenz für Menschen mit Lernschwierigkeiten kategorisch aus. Was hat das mit einer lebendigen UN-Behindertenkonvention zu tun? Es deutet eher darauf hin, dass die Stadt Wien an völlig veralteten Vorstellungen vom Leben behinderter Menschen festhält.

Bei BIZEPS gibt es jetzt Protestaufkleber („I hätt’ gern einkauft!“) zu bestellen. Diese können an Geschäften und Lokaleingängen angebracht werden, die nicht barrierefrei sind. Schöne Idee, aber Achtung: Diese „Aufkleber“ sind nur „Post-Its“, die leicht wieder entfernbar sind und keinerlei Rückstände hinterlassen. Mein persönlicher Tipp dazu: Nehmen Sie sich, wenn Sie diese „Aufkleber“ wo anbringen wollen, auch eine Tube Superkleber mit und kleben Sie die Dinger ordentlich fest. Warum soll unser Protest für die Betriebe, die uns diskriminieren, nicht unangenehm und schwierig zu entfernen sein? Ist die Diskriminierung für uns etwa angenehm?!

Die Behindertenbewegung muss wieder lernen, Phantasie zu haben, sich etwas zuzutrauen und zu protestieren, sich zu bewegen. Ansonsten wird auch die Behindertenpolitik weiterhin im Nichtstun verharren.

Das Interview mit Peter Hacker kann im Cultural Broadcasting Archive (CBA) des Verbands Freier Radios Österreich nachgehört werden.

1. Mai 2016: Treppenlift verweigerte Arbeit

1. Mai 2016: Treppenlift verweigerte Arbeit published on

Text: Niels Cimpa, David Herrmann-Meng
Ausstellung “Rotes Wien“ im Karl-Marx-Hof – Feuerwehr befreite E-Rollstuhlfahrer
Der Rollstuhlfahrer Josef M. besuchte am Tag der Arbeit die Ausstellung „Das Rote Wien“. Ein Treppenlift ermöglicht seit einigen Jahren den Zugang in den ehemaligen Waschsalon, in dem diese interessante Dauerausstellung ihren Platz hat.

Auch die Zufahrt ist für mobilitätseingeschränkte Personen selbstständig über eine sogenannte „Behinderten-Rampe“ möglich. Jedoch ist nur der Nebeneingang befahrbar, da diese Rampe nur für diese Dauerausstellung errichtet wurde. Der Haupteingang, der tagsüber geöffnet ist, ist für diese Bevölkerungsgruppe leider noch immer nicht zugänglich, somit auch die Räumlichkeiten im Erdgeschoss…

KMH Waschk484   KMH Waschk488   KMH Waschk482

Um 13 Uhr begann die Führung und Josef M. gelangte mit dem Schrägaufzug in den 1. Stock. Nach ca. 30 Minuten wollte er die Ausstellung wieder verlassen und ein Angestellter steuerte mit einer Fernbedienung den Treppenlift. Nach ca. 2 Meter Fahrt abwärts „streikte“ der Treppenlift. Niemand konnte die Ausstellung besuchen oder verlassen, da die denkmalgeschützte Stiege völlig blockiert wurde. Eine andere Angestellte versuchte mit der Handkurbel den Betroffenen zuerst nach unten, dann nach oben zu befördern. Dies erwies sich als unmöglich, da sich der Treppenlift nur millimeterweise bewegte. Nach mehreren Interventionen auch der Besucher, wurde endlich die Feuerwehr verständigt. Nach Beratung wurde der Betroffene mit einem Provisorium der Handkurbel und einem Akku-Schrauber ins Parterre befördert. Die ganze Aktion dauerte über 90 Minuten. Der Betroffene bedankte sich überglücklich bei der Wiener Berufsfeuerwehr, denn er hatte schon die Befürchtung, am Treppenlift übernachten zu müssen…

Lageplan zur Ausstellung „Das Rote Wien“

Primary Sidebar