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Sommerrückblick 2018

Sommerrückblick 2018 published on

Als kleiner Sommerrückblick, hier ein paar ausgewählte Artikel bzw. Presseaussendungen von BIZEPS online, der Bundesbehindertenanwaltschaft, der Volksanwaltschaft und der Armutskonferenz.

BIZEPS online:
Klagsverband: Erfolgreiche Schlichtung mit der Post
Frontalangriff auf Behindertenrechte?
Rückschritte in Österreich befürchtet
Dramatische Verschärfung bei erhöhter Familienbeihilfe

Behindertenanwalt:
Valorisierung des Pflegegeldes und Entlastungsmaßnahmen für pflegende Angehörige gefordert

Volksanwaltschaft:
Volksanwalt Kräuter – Pflege daheim fördern

Armutskonferenz:
Kürzungen bei Kindern und Menschen mit Behinderungen

Wien Heiligenstadt: Neuer, barrierefreier Ankerbrot-Schanigarten

Wien Heiligenstadt: Neuer, barrierefreier Ankerbrot-Schanigarten published on

Text: Pepo Meia / Fotos: Niels Cimpa
Im Sommer wurde ein neuer Schanigarten neben der Anker-Filiale beim Bahnhof Heiligenstadt in Wien Döbling errichtet. Für Rollstuhlnutzer jedoch nur über die schwer zugängliche Filiale erreichbar. Nach Intervention von BMIN Anfang Juli 2018, hat Ankerbrot rasch reagiert. Der Schanigarten ist nun auch für Rollstuhlnutzer, aber auch für mobilitätseingeschränkte Personen über eine Rampe zugänglich. Auch der Zugang zur Anker-Filiale in nun für Rollstuhlnutzer durch eine kleine Holzrampe besser zu überwinden (siehe Fotos).

   

Wir bedanken uns bei Herrn Vielnascher von Ankerbrot für die rasche Umsetzung.

Anm.: Da die Anker-Filiale im Stationsgebäude der Wiener Linien liegt, teilten uns diese auf Anfrage folgendes mit: „Das Stationsgebäude Heiligenstadt soll in den nächsten zwei Jahren generalsaniert werden. Ihr Wunsch nach einer Rampe für RollstuhlfahrerInnen und KinderwagenbenutzerInnen wird bei der Planung berücksichtigt.“

20 Jahre „Radio Orange“ – 20 Jahre „trotz allem“

20 Jahre „Radio Orange“ – 20 Jahre „trotz allem“ published on

Text: Pepo Meia
20 Jahre gibt es Radio Orange (Das freie Radio in Wien). Die Sendung „trotz allem“ (Das politische Journal) war von Anfang an mit „On Air“, und Herby Loitsch, der Sendungsverantwortliche, war von Anfang an mit dabei. Viele haben diese Sendung mitgestaltet. Auch behindertenspezifische Themen hatten einen Fixplatz in der Sendung und werden den auch weiterhin haben. Herby war Herz und Motor von „trotz allem“, der oft fünf Pressekonferenzen an einem Tag besuchte und auch darüber berichtet hat.

Seit zwei Jahren muss Herby aus gesundheitlichen Gründen „kürzer treten“. Therapien und Rehaaufenthalte zehrten und zehren an seinen Kräften. Er entschloss sich daher, die Sendungsverantwortung in einer zweistündigen Jubiläums- und Abschiedssendung offiziell zu übergeben. An die 20 Studiogäste waren am 24. August 2018 ins Radio Orange-Studio in die Klosterneuburger Straße 1 (Ecke Gaußplatz), nach Wien gekommen und blickten zurück auf 20 Jahre Sendungsgeschichte, 20 Jahre Radio Orange und 20 Jahre politischer Entwicklungen und Initiativen, die die rund 1000 Ausgaben von „Trotz Allem“ bisher prägten.

Herby übergab in dieser zweistündigen Sondersendung offiziell die Sendungsverantwortung an Jutta Matysek. Er wird jedoch weiter vor allem beratend dabei bleiben. Aber wie schon Herby wünscht sich Jutta andere Menschen, die mit ihr gemeinsam die Sendung weiter gestalten wollen.
Denn ein politisches Rundfunkinformationsangebot jenseits von Staats- und Kommerzfunk braucht es auch weiterhin, und das ist auf Radio Orange stets primär „trotz allem“ gewesen – wie immer jeden Freitag von 20 – 21 Uhr auf Orange 94.0.

Neue Behinderten-WC-Anlagen für Wien Döbling

Neue Behinderten-WC-Anlagen für Wien Döbling published on

Text: Pepo Meia, Niels Cimpa / Fotos: Marlen M.
Sommer 2018 – Bau-Boom in Döbling
Öffentliche Bedürfnisanstalten für Menschen mit Behinderung sind in Döbling Mangelware.
BMIN weist immer wieder darauf hin, dass der Nobelbezirk für behindertengerechte Maßnahmen zu wenig Mittel zur Verfügung stellt. Dazu gehört auch die Errichtung von Behinderten-WC-Anlagen, die nach unseren Informationen aus dem Bezirksbudget zu tragen sind.

Wie auch in dem BIZEPS-online Artikel „Nobelbezirk Wien-Döbling: Kein Geld für barrierefreie WC-Anlagen beim Markt“ aus dem Jahr 2011 ersichtlich, wurde die WC-Anlage am Sonnbergplatz zwar saniert, jedoch eine behindertengerechte WC-Kabine wurde nicht errichtet, da angeblich kein Platz vorhanden war.
Im Etappenplan der Stadt Wien hat sich der Bezirk verpflichtet, diese WC-Anlage bis 2018 (siehe Zwischenbericht der Volksanwaltschaft) behindertengerecht zu gestalten.
Wir haben dies noch im August 2018 überprüft und tatsächlich wird das Markt-WC im Auftrag der MA 48 entweder umgebaut oder abgerissen (siehe Foto Infotafel der MA 48).
Wir haben bei der Bezirksvorstehung nachgefragt und es soll ein behindertengerechtes WC errichtet werden.

  

   

Auch hinter dem Nussdorfer-Markt ist eine Sommerbaustelle der MA 48. Es war ebenfalls nicht ersichtlich, ob die öffentliche WC-Anlage abgerissen oder umgebaut wird. Laut dem neuen Bezirksvorsteher-Stellvertreter Thomas Mader (SPÖ) wird die neue WC-Anlage ebenfalls mit einer behindertengerechten Kabine ausgestattet werden.

   

Die in der Nähe befindliche öffentliche WC-Anlage am Nussdorferplatz (Foto unten) wird zwar nicht umgebaut, man könnte durchaus eine behindertengerechte Kabine mit dem bewährten Euroschlüsselsystem im näheren Umfeld errichten. Die MA 48 bietet bereits normgerechte WC-Kontainer mit Wasseranschluss und Heizung an (siehe Fotos unten). Mietkontainer aus Kunststoff – sogenannte „DIXI-Klos“ (siehe Foto Sonnbergplatz) sind kein Ersatz für stationäre WC-Anlagen.

WC-Anlage Nussdorfer Platz
WC-Kontainer der MA 48
WC-Kontainer der MA 48
WC-Kontainer der MA 48 von innen

Aus einem Bericht der Volksanwaltschaft geht hervor, dass viele öffentliche Bedürfnisanstalten (aus Kostengründen) nicht behindertengerecht umgebaut und daher abgerissen werden. Damit wird wieder „der schwarze Peter“ behinderten Menschen zugeschoben (indirekte Schuldzuweisung: Behinderte Menschen sind Schuld, dass es in Wien weniger öffentliche WC-Anlagen gibt). Menschen mit Behinderung haben wie jeder Bürger ein Recht, ihre Notdurft im öffentlichen Raum verrichten zu können.

Daher unsere Forderung für Wien: Behindertengerechte Kabinen mit dem bewährten Euroschlüsselsystem im näheren Umfeld von bestehenden WC-Anlagen zu errichten und die funktionstüchtigen nicht abzureißen. Dies gilt auch für die „Okto-WCs“ auf der Donauinsel (MA 45), die laut Etappenplan der Stadt Wien bis 2032 erneuert oder abgerissen werden sollen.

WC-Anlagen der Stadt Wien (Bezirke 1-23)

Interview mit Behindertensprecherin Birgit Sandler (SPÖ)

Interview mit Behindertensprecherin Birgit Sandler (SPÖ) published on

Text: Niels Cimpa
Am 1. August 2018 war BMIN zu einem Gespräch bei der neuen Bereichssprecherin der SPÖ für Familie und Menschen mit Behinderungen, Birgit Silvia Sandler, eingeladen. Bei angenehmen Gesprächsklima überreichten wir ihr die 12 Forderungen von BMIN. Pepo Meia nutze die Gelegenheit und interviewte die neue Behindertensprecherin zu ihrer Tätigkeit, sowie zu aktuellen politischen Themen.
Sandler möchte derzeit noch mit so vielen Betroffenen wie möglich sprechen, um möglichst viele Meinungen zu ihrem neuen Themenfeld zu hören.

Für die Steirerin, die ihre neue Funktion seit Mai 2018 ausübt, sind die ersten Eindrücke als Behindertensprecherin ernüchternd, da die jetzige Bundesregierung keine aktive Zusammenarbeit suche. Auch die neuen Förderrichtlinien der Länder für den Wohnbau, sollen nicht mehr an Barrierefreiheit gebunden sein, kritisiert Sandler. „Was nutzt eine barrierefreie Wohnung im dritten Stock, wenn kein Aufzug vorhanden ist?“

Interview mit Birgit Sandler – gibt’s auf der CBA (Culture Broadcasting Archive) zum Anhören

Postfiliale Wien-Nussdorf nun barrierefrei: Gehsteig wurde saniert

Postfiliale Wien-Nussdorf nun barrierefrei: Gehsteig wurde saniert published on

Text: Pepo Meia / Fotos: Niels Cimpa
Wie schon in den BMIN-Nachrichten im April 2018 berichtet, wurde die Postfiliale 1195 in Nussdorf (Heiligenstädter Straße 185 – Kahlenberger Straße) generalsaniert und ein neuer Zugang ohne Stufen (fast barrierefrei) geschaffen.
BMIN machte in einem neuerlichen Artikel im Juni 2018 auf das Problem aufmerksam und nun wurde auch der Gehsteig vor dem neuen Haupteingang asphaltiert. Wir bedanken uns bei den Entscheidungsträgern.

    

Anm.: Kopfsteinpflaster ist für viele eine Hürde, denn die massiven Niveauunterschiede sind vor allem für Personen mit Gehhilfen oft unüberwindbare Hindernisse und Rollstuhlfahrer werden regelrecht „durchgeschüttelt“. Vor allem für Personen mit Wirbelsäulenschäden ist das Gehen und Fahren auf Kopfsteinpflaster ein Albtraum, aber auch für sehbehinderte Personen besteht Sturzgefahr. Laut Auskunft einer Mitarbeiterin der Mobilitätsagentur gibt es zur barrierefreien Berollbarkeit für Gehsteige mit Kopfsteinpflaster noch keine diesbezügliche Richtlinie.

Artikel zum Thema:
FP-Matiasek: Stolperfalle Kopfsteinpflaster (BIZEPS online – Aug. 2015)
Rollstuhlfahrer: Das sind die Hürden (OÖ-Nachrichen – Jan. 2018)
Gunther Trübswasser: Um nicht ausgeschlossen zu sein, brauchen Menschen mit Rollstuhl bestimmte Rahmenbedingungen

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