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Neue Felber-Bäckerei – kein Behinderten-WC

Neue Felber-Bäckerei – kein Behinderten-WC published on

Text: Pepo Meia, Niels Cimpa
Sein einigen Jahren wird in Wien Döbling die Muthgasse neu gestaltet. Viele neue Gebäude wurden errichtet – neue Geschäftslokale sind entstanden.

Neuer Felber bei der Muthgasse
Auch der Ausgang der U-Bahn-Endstation Heiligenstadt zur Muthgasse wurde komplett umgebaut.
 

Im Erdgeschoss des dort neu errichteten Gebäudes ist nun auch eine Filiale der Felber-Bäckerei zu finden (siehe Foto / Gebäude rechts unten).
Diese ist über eine Behindertenrampe im Außenbereich zugänglich. An die 30 Sitzplätze sind in der Kaffeehaus-Bäckerei vorhanden.

Kein Behinderten-WC
Auch an eine WC-Anlage hat der Architekt gedacht – jedoch nicht an Menschen mit Behinderung. Diese werden diskriminiert und haben keine Möglichkeit ihre Notdurft zu verrichten, obwohl dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Unserer Meinung nach, dürfte keine Bewilligung der Behörde erfolgen, da kein Behinderten-WC eingeplant wurde.

Fehlende Sensibilisierung?
Besonders ärgerlich ist dieser Umstand, da der Sohn der Eigentümer-Familie selbst Rollstuhlfahrer ist. An fehlender Sensibilisierung dürfte es bei der Bäckerei Felber also nicht liegen.

Wer kontrolliert?
Die neue Felber-Filiale hätte eigentlich so nie eröffnet werden dürfen, da die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht eingehalten wurden: „KEIN BEHINDERTEN-WC – KEINE BETRIEBSGENEHMIGUNG!“

GRÜNE gegen NFC-Zwangsbeglückung

GRÜNE gegen NFC-Zwangsbeglückung published on

Die Stellungnahme der GRÜNEN und ihres EU-Spitzenkandidaten, Mag. Werner Kogler, bzgl. NFC-Wahlfreiheit bei Bankomatkarten im Wortlaut:

„Die Grünen und ihr EU-Spitzenkandidat Mag. Werner Kogler, sind gegen eine obligatorische Funktionserweiterung der Bankomatkarte.
Bankgeschäfte sind ein sehr persönlicher Bereich, der den höchsten Vertraulichkeits- und Sicherheitskriterien gerecht werden muss.

Einer Erweiterung der Bankomatkarte auf weitere Geschäftsbereiche stehen wir äußerst kritisch gegenüber, eine obligatorische Erweiterung lehnen wir strikt ab. Wenn überhaupt bedarf dies einer freiwilligen Opting-In Lösung. Auch eine Opting-out-Lösung lehnen wir ab.

Im Bundesrat werden die Grünen einer zwangsweisen Ausweitung der Bankomatkarten auf andere Bereiche nicht zustimmen.“


Anm.: Opting-In bedeutet, dass man die Funktion auf Wunsch aktivieren kann. Eine Opting-Out Lösung hingegen bedeutet, dass die Kunden der Zusatzfunktion aktiv widersprechen müssen (viele wissen gar nicht, dass ihre Geldkarte diese Funktion überhaupt hat).

BMIN-Artikel: NFC-Zwangsbeglückung durch die BAWAG-PSK

Zum Gedenken an Herby Loitsch

Zum Gedenken an Herby Loitsch published on

Text: Niels Cimpa, Manfred Krejcik, Pepo Meia
Ein großer Radiomacher hat uns verlassen: Herby „OMO“ Loitsch
Herby Loitsch ist untrennbar schon lange vor der Gründung vom Freiem Radio ein Teil einer Bewegung gewesen, welche eine Alternative zu den Mainstreammedien aufbauen und etablieren wollte. Bei der Gründung von Radio ORANGE 94.0 vor über 20 Jahren war er ebenso von Anfang an mit dabei.

Rund 1000 Ausgaben von „trotz allem“
Herby war bei Radio ORANGE motiviert eine Nachrichtensendung zu etablieren, möglichst täglich, live und rund um die Uhr immer aktuell. Nach sehr langen und intensiven Diskussionen und einem vorläufigen Nein oder … hat sich Herby mit Anderen dazu entschieden „trotz allem“ – ein politisches Journal zu gründen. Rund 1000 Ausgaben von „trotz allem“ gingen unter seiner Sendungsverantwortung „on air“. Viele haben diese Sendung mitgestaltet, doch Herby war Herz und Motor von „trotz allem“, der oft fünf Pressekonferenzen an einem Tag besuchte und auch darüber berichtete.

„trotz allem“ Plattform für Menschen mit Behinderung
An die 15 Jahre ist es her, dass Herby immer mehr Interesse an Themen, die Menschen mit Behinderung betreffen, zeigte. Er bot uns die Mitarbeit an, die bis heute ein Bestandteil von „trotz allem“ ist.

Therapien und Rehaaufenthalte
Seit 2016 musste Herby aus gesundheitlichen Gründen „kürzer treten“. Therapien und Rehaaufenthalte zerrten an seinen Kräften. Er entschloss sich daher, die Sendungsverantwortung am 24. August 2018 in einer zweistündigen Jubiläums- und Abschiedssendung offiziell zu übergeben. In seiner letzten Sendung kamen viele Weggefährten um einen ganz Großen eine Freude zu machen. Es war aber auch ein Neuanfang für das Team und ein leiser Abschied seiner wöchentlichen Präsenz.

Link zur Sendung: CBA – Cultural Broadcasting Archive

Scheiß drauf – mochs!
Herby hat viele Radiomacher/innen bestärkt doch im Freien Radio ihr eigenes Ding zu machen. Sein Appell war: “Scheiß drauf – mochs!“ Viele Sendungsinitiativen sind von ihm motiviert worden.

Herby hat sich auch für die Rechte von Radiomacherinnen engagiert und war ein aktiver Teil bis zu letzt im MAV (Redaktionsverein).
In seinen Beiträgen scheute er nicht den Finger in die Wunde zu legen. So manche „trotz allem“ – Sendung wurde dann aus dem Archiv genommen. Er bemühte sich jedoch stets streitbar um Klärung mit den Herausgeberinnen im Radio. Er war nie klagbar und ist nie geklagt worden. Eine Tatsache worauf Herby immer stolz war.

In der letzten Sendung zeigte auch das Radio eine nette Geste der Versöhnung und hat aktiv in dieser teilgenommen, sich auch der Kritik gestellt. Zum Abschied wurden Herby neue Kopfhörer geschenkt, damit ihm Radio ORANGE jederzeit im Ohr bleibt. Darüber hat er sich sehr gefreut.

Er hinterlässt eine große Lücke und wird vielen von uns fehlen.

Aber hey! Würde er jetzt diese Zeilen lesen, dann würde er sagen: “Nicht traurig sein – kämpfen und weiter machen … bzw. losts eich nix gfeuin, weats eich! (Lasst euch nichts gefallen, wehrt euch!)“

In diesem Sinne wird Herby für viele von uns unvergessen bleiben und fix in unsere Herzen einen Platz haben.

Herby! Alles Gute!

Unsere Anteilnahme und unser größter Respekt sind bei seinen Angehörigen und seinen Liebsten, die auch immer aktiv am Radioleben von Herby Loitsch teilgenommen haben.

Brinek: „Denkmalschutz und Barrierefreiheit sind kein Widerspruch“

Brinek: „Denkmalschutz und Barrierefreiheit sind kein Widerspruch“ published on

Text: Volksanwaltschaft
Arbeitsgruppe in der Volksanwaltschaft sucht nach praxistauglichen Lösungen
Volksanwältin Gertrude Brinek lud Behindertenanwalt Hansjörg Hofer sowie Vertreterinnen und Vertreter des Monitoringausschusses, des Bundeskanzleramts, des Bundesdenkmalamts, der Burghauptmannschaft und öffentlicher Museen zu einem Arbeitsgespräch in die Volksanwaltschaft ein. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen für Behörden und Institutionen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes.

Nach einem Austausch zu den verschiedenen Positionen im Spannungsfeld zwischen Denkmalschutz und Barrierefreiheit lag die Qualität behördlicher Entscheidungen im Fokus der Diskussion. So sollen die vor Antragstellung geführten Vorgespräche bei Um- und Einbauten barrierefreier Lösungen künftig standardisiert und verschriftlicht, somit also transparenter, werden. Mehr als bisher sollen unterschiedliche Interessen im Hinblick auf Barrierefreiheit, Erhalt des kulturellen Erbes, Brand-, Denkmal- und Arbeitnehmerschutz, aber auch Haftungsfragen besser unter einen Hut gebracht werden können.

Volksanwältin Brinek: „Ich verweise einmal mehr darauf, dass die eigenständige Lebensführung von Menschen mit Behinderungen und die Möglichkeit der vollen Teilhabe in allen Lebensbereichen verbindliches Recht sind. Die inklusive Gestaltung des öffentlichen Raums darf daher auch nicht vor denkmalgeschützten Einrichtungen haltmachen.“

Volksanwältin Brinek und Behindertenanwalt Hofer kündigten am Rande der Arbeitssitzung weitere Schritte an: „Noch in diesem Frühjahr werden wir gemeinsam formulierte Forderungen zur Umsetzung der Barrierefreiheit in Österreich dem Parlament und der breiten Öffentlichkeit präsentieren.“

Volksanwaltschaft sieht AMS-Algorihtmus äußerst problematisch

Volksanwaltschaft sieht AMS-Algorihtmus äußerst problematisch published on

Text: Volksanwaltschaft
Kräuter: „Vor Entscheidung parlamentarische Enquete“
Wien (OTS) – Volksanwalt Günther Kräuter fordert im Anschluss an die AMS-Algorithmus-Versuchsphase zur Kategorisierung von Menschen ohne Arbeit eine breite parlamentarische Debatte. Wer sich beim AMS arbeitslos meldet, wird von dem Computerprogramm nach bestimmten Kriterien bewertet und eingeteilt. Das Projekt befindet sich derzeit im Probebetrieb.

Kräuter: „Frauen, vor allem alleinerziehende Mütter, Menschen mit Beeinträchtigungen oder Menschen, die bereits länger Arbeit suchen, befürchten zusätzlich verkürzte Chancen durch Abschläge für diese Lebensumstände.“ Die Illusion, dass letztlich ohnehin die AMS-Mitarbeiterin oder der AMS-Mitarbeiter entscheide, ist aus Kräuters Sicht lebensfremd. Studien belegen, dass solche Computerentscheidungen nur sehr selten von Menschen korrigiert werden. „Vor der definitiven Einführung muss der Algorithmus im Parlament grundsätzlich durchleuchtet werden“, so Kräuter. Es bestehe die Gefahr, dass Vorurteile einzementiert werden.

Am besten würde sich dazu eine „parlamentarische Enquete“ mit dem Sozialministerium, dem AMS, Ländervertretungen, Fachleuten, Betroffenen und allen parlamentarischen Fraktionen eigenen, so der Vorstoß Kräuters, auch in der gestrigen ORF-Sendung „Bürgeranwalt“.

Johannes Voggenhuber unterstützt die BMIN-Forderung nach „NFC-Wahlfreiheit bei Zahlungskarten“

Johannes Voggenhuber unterstützt die BMIN-Forderung nach „NFC-Wahlfreiheit bei Zahlungskarten“ published on

Die Stellungnahme der Initiative „1Europa“ zur Europawahl 2019 mit Johannes Voggenhuber im Wortlaut:

„Vielen Dank für Ihr Schreiben betreffend  der Problematik „Wahlfreiheit – Bankomatkarte mit NFC- Funktion„. Die Initiative „1EUROPA“ unter Johannes Voggenhuber unterstützt Ihre Forderung nach einer Wahlfreiheit bei Zahlungskarten.

Jedem Kunden sollte die Möglichkeit gegeben werden selbst zu entscheiden welche zusätzlichen Funktionen auf seine Bankkarte – kosten- und haftungstransparent – aktiviert werden und welche eben nicht. Eine mögliche entsprechende gesetzliche Regelung, sollte diese im österreichischen Nationalrat eingebracht werden unterstützen wir ebenso, wie eine allfällige notwendige Adaptierung auf EU-Ebene durch das europäische Parlament.

Ihr Ansinnen ist uns auch deshalb wichtig, weil es nicht nur einen größeren Kreis von Konsumentinnen und Konsumenten, sondern besonders auch die Gruppe der Personen mit Einschränkungen betrifft. Daher ist auch einem „quasi Diktat“ der Banken an Ihre Kundinnen und Kunden – in Ermangelung einer Alternative – eine klare Absage zu erteilen.“

Freundliche Grüße

Initiative „1Europa“ zur Europawahl 2019 mit Johannes Voggenhuber“

BMIN-Artikel: NFC-Zwangsbeglückung durch die BAWAG-PSK

Wie barrierefrei ist Wien-Nussdorf?

Wie barrierefrei ist Wien-Nussdorf? published on

Text: David Herrmann, Pepo Meia
Nussdorf war bis Ende 1891 eine eigenständige Gemeinde und ist heute ein Stadtteil Wiens im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling. Wer jedoch meint, dass im ehemaligen Vorort von Wien alles barrierefrei zugänglich wäre, der irrt zwar, dennoch hat sich in Puncto Barrierefreiheit – auch durch unser bescheidenes Mitwirken – einiges zum Positiven verändert.

Zahlreiche Renovierungs- und Sanierungsarbeiten
Die Heiligenstädter Straße und die Gehsteige wurden teilweise neu asphaltiert und sind mit Rädern und Rollstühlen nun besser zu befahren. Zahlreiche Renovierungs- und Sanierungsarbeiten wurden in den letzten Jahren durchgeführt und etliche Einrichtungen sind barrierefrei zugänglich gemacht worden.

Einige positive Beispiele:
Die Polizei-Station an der Ecke ist für alle Bürger ohne Barrieren zu erreichen. Auch ein Behinderten-WC befindet sich in der Wachstube.

  

Bank-Austria Filiale am Nussdorfer Platz: Eine Rampe schafft hier den barrierefreien Zugang zum Foyer. Die drei Stufen können somit problemlos umgangen werden. Ebenso vorbildlich ist der ebenerdige Eingangsbereich der Billa-Filiale (ehemals Zielpunkt) gestaltet.

  

Sogar der Gastgarten das Traditionslokals „Zum Renner“ und „Patzak-Feinkost“ wären barrierefrei zugänglich, wenn nicht der gepflasterte Gehsteig wäre. Die Straße muss über die Gleise der Linie D überquert werden und dies ist gefährlich. Die Auffahrt ist nur schwer zu überwinden. Abhilfe könnte nur eine Sanierung des Gehsteigs schaffen.

Das Postamt 1195 ist seit dem Sommer 2018 auch barrierefrei zugänglich.

 

Am Nussdorfer Markt wurde eine neue behindertengerechte WC-Anlage errichtet. In den naheliegenden Kebabstand, der unter anderem Schnitzel, Bosna und Pizza anbietet, können Rollstuhlnutzer über den Hintereingang mit einer in Eigenregie angebrachten Rampe (etwas zu steil) hineingelangen. Die gegenüberliegende Hofer-Filiale ist ohnedies für behinderte Menschen problemlos zugänglich.

   

Chinarestaurant trotz Renovierung und Umbau nicht barrierefrei
Gänzlich anders verhält sich leider beim Chinarestaurant „One night in Beijing“ am Nussdorferplatz. Das Lokal wechselte den Besitzer und wurde vergangenen Sommer renoviert und umgebaut. Die barrierefreie Zugänglichkeit wurde nicht berücksichtigt, obwohl die Herstellung eines rollstuhlgerechten Zuganges sicherlich möglich wäre.

Vor dem Eingang befindet sich noch immer eine hohe Stufe – das Lokal ist für Rollstuhlnutzer nicht betretbar. Dies widerspricht dem Bundesbehndertengleichstellungsgesetz, welches bei Um- und Neubauten vorschreibt Barrierefreiheit zu gewährleisten.

Nussdorf – ein „Paradies“ für Rollstuhlnutzer und mobilitätseingeschränkte Personen?

  

Nussdorf war bis Ende 1891 eine eigenständige Gemeinde und ist heute ein Stadtteil Wiens im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling. Er liegt beiderseits des Nussbachs (Schreiberbach) an dessen Mündung in den Donaukanal und südseitig des Nussberges. Der Ort erstreckt sich im Süden bis zur Grinzinger Straße, im Norden längs der Heiligenstädter Straße und am Donauufer bis zur Grenze des Kahlenbergerdorfs. Quelle: Wikipedia

Menschenrechtliche Standards sind beim Neubau von Einrichtungen der Behindertenhilfe verpflichtend einzuhalten

Menschenrechtliche Standards sind beim Neubau von Einrichtungen der Behindertenhilfe verpflichtend einzuhalten published on

Text: Behindertenanwaltschaft
Wien (OTS) – Im November 2018 wurde in Eugendorf mit dem Neubau des Konradinums begonnen. Dabei handelt es sich um eine Betreuungseinrichtung des Landes Salzburg für Menschen mit Behinderungen. Zuvor waren von BewohnervertreterInnen und der Volksanwaltschaft, unter Berufung auf die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sowie das Heimaufenthaltsgesetz, Missstände im Zusammenhang mit der Ausstattung des Konradinums sowie dessen räumlichen Verhältnissen aufgezeigt worden.

Gemäß einer der Behindertenanwaltschaft vorliegenden Stellungnahme des Salzburger Monitoringausschusses entspricht auch der geplante Neubau in wesentlichen Aspekten nicht den Anforderungen der UN-Konvention. Ein wesentlicher Kritikpunkt bezieht sich dabei auf die Wahl des veralteten Konzepts einer mittelgroßen Einrichtung, wobei die Anzahl der BewohnerInnen anlässlich des Neubaus sogar erhöht werden soll. Dies widerspricht aus Sicht des Monitoringausschusses dem laut der UN-Konvention geforderten Prozess der Deinstitutionalisierung. Es sei zu befürchten, dass diese Weichenstellung bezüglich des Neubaus dazu führt, dass die UN-Behindertenrechtskonvention für weitere Jahrzehnte missachtet wird. Er empfiehlt eine Überarbeitung des derzeitigen Konzepts im Rahmen eines partizipativen Prozesses unter Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in und außerhalb der Institution.

Der Kritik des Monitoringausschusses schließt sich auch Volksanwalt Günther Kräuter an. Der Volksanwalt appelliert an VertreterInnen des Landes Salzburg, die Standards der UN-Behindertenrechtskonvention beim Neubau des Konradinums umzusetzen.

Der zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl ließ laut Medienberichten mittels seines Pressesprechers verlauten, dass umgesetzt werde, was für die BewohnerInnen der Konradinums am besten sei. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen würden dabei selbstverständlich eingehalten.

Behindertenanwalt Hansjörg Hofer tritt dieser Stellungnahme entschieden entgegen. „Selbstverständlich sind bei dem Neubau des Konradinums nicht nur landesgesetzliche Vorschriften, sondern auch menschenrechtliche Standards, wie die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, zu beachten. Die Tatsache, dass der Wohnbereich und die Werkstätte unter einem Dach sind, festigt die Segregation von Menschen mit Behinderungen anstatt Inklusion zu fördern. Die Aussage des Landeshauptmann-Stellvertreters ist aus meiner Sicht ein Ausdruck von Bevormundung und das Gegenteil moderner Politik mit und für Menschen mit Behinderungen“, so Hofer.

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