{"id":1021,"date":"2017-03-03T14:40:43","date_gmt":"2017-03-03T13:40:43","guid":{"rendered":"http:\/\/bmin.info\/WP\/?p=1021"},"modified":"2017-04-01T21:46:09","modified_gmt":"2017-04-01T20:46:09","slug":"weniger-persoenliche-assistenz-bedeutet-fuer-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bmin.info\/WP\/2017\/03\/03\/weniger-persoenliche-assistenz-bedeutet-fuer-uns\/","title":{"rendered":"Weniger Pers\u00f6nliche Assistenz bedeutet f\u00fcr uns&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Text: Martin Ladst\u00e4tter<br \/>\n<strong>In Wien versch\u00e4rft sich das Problem rund um die Pers\u00f6nliche Assistenz und die nicht ausreichende Finanzierung. Behinderte Menschen erkl\u00e4ren in einem Video,\u00a0was das konkret f\u00fcr sie bedeutet.<\/strong><\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" title=\"Weniger Assistenz bedeutet... | Pers\u00f6nliche Assistenz JETZT\" width=\"650\" height=\"366\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/rLC_wJ2rai4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eSeit 2008 gibt es in Wien eine F\u00f6rderung f\u00fcr Pers\u00f6nliche Assistenz. Die Stadt Wien hat seitdem die F\u00f6rderung nicht erh\u00f6ht, obwohl die Kosten f\u00fcr Pers\u00f6nliche Assistenz steigen. Das bedeutet f\u00fcr viele Menschen, die mit Assistenz leben, dass sie weniger Stunden Assistenz bezahlen k\u00f6nnen. Das bedeutet weniger Lebensqualit\u00e4t und den Verlust von Selbstbestimmung\u201c, informiert ein k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichtes Video von Martin Habacher.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.bizeps.or.at\/weniger-persoenliche-assistenz-bedeutet-fuer-mich\/\" target=\"_blank\">BIZEPS<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u201eDie Blase platzt in der Zukunft\u201c<\/strong><br \/>\nText: Danceprincess<br \/>\n<strong>Das Jahr \u201e2017\u201c ist ein neuer Wechsel. Lauter Ver\u00e4nderungen f\u00fcr behinderte Frauen und M\u00e4nner, die mit pers\u00f6nlicher Assistenz in der eigenen Wohnung leben.<\/strong><br \/>\nBehinderte Frauen und M\u00e4nner ben\u00f6tigen pers\u00f6nliche Assistenz, um ihren Beruf aus\u00fcben zu k\u00f6nnen, um zu lernen, um zu arbeiten. Ohne pers\u00f6nliche Assistenz k\u00f6nnen behinderte Frauen und M\u00e4nner nicht aus der Wohnung kommen.<br \/>\nManche behinderte Frauen und M\u00e4nner haben Existenz\u00e4ngste, haben die Sorge, ihr bisheriges Leben zu verlieren, ein Leben, dass sie sich hart erarbeitet haben.<br \/>\nEine behinderte Frau, Anita, lebt seit 2009 in ihrer eigenen Wohnung mit Assistentinnen. Anita lebt sehr gut. Seit einigen Jahren lebt Anita f\u00fcr den Tanz und f\u00fcr die Musik. Seit einigen Jahren ist sie die K\u00fcnstlerin \u201eDanceprincess\u201c.<br \/>\nDoch vielleicht hat die K\u00fcnstlerin \u201eDanceprincess\u201c nicht lange Zeit, um f\u00fcr kurze Zeit im Rampenlicht zu leben. Denn Anita h\u00f6rte, dass es in Zukunft Ver\u00e4nderungen im Bereich Pers\u00f6nliche Assistenz geben soll. In Zukunft soll eine verpflichtende Umstellung von Freien Dienstvertr\u00e4gen auf Festanstellung aller pers\u00f6nlichen Assistenten und Assistentinnen folgen\u2026?<br \/>\nWie soll diese Umstellung passieren, wenn die Lohnkosten j\u00e4hrlich steigen?!<br \/>\nWas ist, wenn jetzt die Stadt Wien die F\u00f6rderung der pers\u00f6nlichen Assistenten und Assistentinnen (Pflegegelderg\u00e4nzungsleistung) nicht erh\u00f6ht, f\u00fcr die Nebenkosten nicht aufkommt\u2026? Bedeutet dies das Ende von pers\u00f6nlicher Assistenz\u2026? Und auch das Ende der K\u00fcnstlerin \u201eDanceprincess\u201c?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Bef\u00fcrchtung von Anita und Danceprincess w\u00e4re es, wenn behinderte Menschen, Spastiker \u2013 wie \u201eDanceprincess\u201c \u2013 ihr bisheriges selbstst\u00e4ndiges Leben, aufgeben m\u00fcssten!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein gro\u00dfer Wunsch von Anita und \u201eDanceprincess\u201c w\u00e4re es, dass alle behinderten Menschen das Recht auf die Pflegegelderg\u00e4nzungsleistung im ben\u00f6tigten Ausma\u00df bek\u00e4men, damit sie das Leben f\u00fchren k\u00f6nnen, das sie f\u00fchren wollen und IHRE STIMME ERHEBEN K\u00d6NNEN! Doch bleibt dies ein Traum!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.behindertenarbeit.at\/54721\/die-blase-platzt-in-der-zukunft\/\" target=\"_blank\">behindertenarbeit.at<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Anm. BMIN-Red<\/strong>.: Pers\u00f6nliche Assistenz (PA) im Privatbereich ist Landessache und bundesweit nur mit sogenannten 15a Vereinbarungen zu regeln. Jedes Bundesland ist unterschiedlich strukturiert und finanziell anders \u201eaufgestellt\u201c. F\u00fcr manche Bundesl\u00e4nder ist PA noch immer ein \u201eFremdwort\u201c. In Wien leben viele Menschen mit Behinderung, die Anspruch auf PA (PGE \u2013 Pflegegelderg\u00e4nzungsleistung) h\u00e4tten. Die <a href=\"http:\/\/www.behindertenarbeit.at\/53614\/persoenliche-assistenz-in-wien-der-broeckelnde-meilenstein\/\" target=\"_blank\">Pflegegelderg\u00e4nzungsleistung ist eine Regelleistung des Landes Wien und seit seiner Einf\u00fchrung noch nie erh\u00f6ht worden<\/a>.<br \/>\nIn naher Zukunft muss die Umstellung von Freien Dienstvertr\u00e4gen auf Festanstellung aller pers\u00f6nlichen Assistenten und Assistentinnen erfolgen und freie Dienstvertr\u00e4ge sollen abgeschafft werden. Dadurch verteuert sich das komplette Assistentensystem in Wien und Umgebung, jedoch auch Arbeitspl\u00e4tze werden vernichtet. Es wird gemunkelt, dass sich die Krankenkassen und der \u201eFiskus\u201c dadurch mehr Einnahmen erhoffen. Weiters sollen aber auch die Gewerkschaft und Arbeiterkammer Interesse haben, freie Dienstvertr\u00e4ge \u2013 f\u00fcr Arbeitnehmer eine der schlechtesten Form einer Anstellung \u2013 g\u00e4nzlich abzuschaffen. Viele Betroffene haben Angst, dass PA nicht mehr leistbar ist. \u201eAb ins Heim statt daheim\u201c ist sicherlich keine Alternative, aber auch die herk\u00f6mmlichen Pflegedienste w\u00e4ren f\u00fcr die Betroffenen eine Katastrophe. Unserer Meinung nach, k\u00f6nnte nur eine sogenannte \u201eSonderregelung\u201c f\u00fcr die Betroffenen, da dies sonst nur sehr schwer finanzierbar w\u00e4re, Abhilfe schaffen, die jedoch erst verhandelt werden m\u00fcsste. Nat\u00fcrlich w\u00e4re es am einfachsten, das Land Wien \u00fcbernimmt die Mehrkosten.<br \/>\nDie Betroffenen sind in einem Arbeitgeberverh\u00e4ltnis und die Lohnnebenkosten sind bei einer Fixanstellung, gegen\u00fcber freien Dienstvertr\u00e4ge wesentlich h\u00f6her. Auch eventuelle Krankenst\u00e4nde und Urlaubsvertretungen m\u00fcssen in einem Assistententeam kompensiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">PA im Privatbereich ist eine individuelle Sache und es braucht viel Einschulungszeit der sogenannten \u201eAssis\u201c, wobei gerade Menschen mit schwerer Behinderung auch ganz besondere, individuelle aber auch intime Hilfestellungen ben\u00f6tigen. &#8222;Assis&#8220; sollen\u00a0vertrauensw\u00fcrdig, teamf\u00e4hig, aber auch flexibel sein. Es ist sehr schwer geeignete Assistenten zu finden. Auch sogenannte Assistenzanbieter (Gruppierungen, Vereine), die Assistenten vermitteln, kommen jetzt in Schwierigkeiten, da diese die Stundens\u00e4tze wesentlich anheben m\u00fcssen, die weit \u00fcber dem Stundenrichtwert der PGE liegen.<\/p>\n<p><\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text: Martin Ladst\u00e4tter In Wien versch\u00e4rft sich das Problem rund um die Pers\u00f6nliche Assistenz und die nicht ausreichende Finanzierung. Behinderte Menschen erkl\u00e4ren in einem Video,\u00a0was das konkret f\u00fcr sie bedeutet. \u201eSeit 2008 gibt es in Wien eine F\u00f6rderung f\u00fcr Pers\u00f6nliche Assistenz. 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