{"id":11555,"date":"2022-12-03T22:44:00","date_gmt":"2022-12-03T21:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/bmin.info\/WP\/?p=11555"},"modified":"2022-12-06T14:59:22","modified_gmt":"2022-12-06T13:59:22","slug":"inklusionskampagne-purplelightup","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bmin.info\/WP\/2022\/12\/03\/inklusionskampagne-purplelightup\/","title":{"rendered":"Inklusionskampagne #PurpleLightUp"},"content":{"rendered":"\n<p>Text: Parlamentskorrespondenz<br \/><strong>Parlament: <em>Veranstaltung \u00fcber Inklusion als Auftakt zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen. <\/em>Herausforderungen im Alltag f\u00fcr Menschen mit Behinderungen &#8211; zwischen Vision und Wirklichkeit<\/strong><br \/>Wien (PK) &#8211; Der 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. In dessen Vorfeld luden die drei Nationalratspr\u00e4sident:innen Wolfgang Sobotka, Doris Bures und Norbert Hofer sowie Bundesratspr\u00e4sidentin Korinna Schumann gestern Abend zu einer Auftaktveranstaltung ins Wiener Museumsquartier mit dem Titel &#8222;Herausforderungen im Alltag f\u00fcr Menschen mit Behinderungen. Zwischen Vision und Wirklichkeit&#8220;. Im Zentrum stand die Bewusstseinsbildung \u00fcber die Rechte und Anliegen von Menschen mit Behinderungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sobotka: Allen Menschen die Teilhabe erm\u00f6glichen<\/strong><br \/>Eine Gesellschaft im 21. Jahrhundert, die sich als humane Gesellschaft bezeichnet, m\u00fcsse allen Menschen die Teilhabe erm\u00f6glichen, erkl\u00e4rte Nationalratspr\u00e4sident Wolfgang Sobotka in seiner Rede. Dazu brauche es eine Ver\u00e4nderung im Bewusstsein, welche nur durch einen permanenten Dialog erreicht werden kann. Als wichtigste Frage erachtete Sobotka die rechtliche Verankerung. Hier gelte es nicht nur einen Rechtsanspruch f\u00fcr Menschen mit Behinderungen auf den Weg zu bringen, sondern diesen so zu gestalten, dass er auch durchsetzbar ist. Hinsichtlich Barrierefreiheit verwies Sobotka auf die Ber\u00fccksichtigung entsprechender Standards bei der Renovierung des Parlamentsgeb\u00e4udes.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schumann: Ziele f\u00fcr eine berufliche und barrierefreie Teilhabe noch lange nicht erreicht<\/strong><br \/>Die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen sei in \u00d6sterreich zwar verfassungsrechtlich verankert. In der Realit\u00e4t gebe es aber nach wie vor sehr viele H\u00fcrden und die Ziele f\u00fcr eine berufliche und barrierefreie Teilhabe seien noch lange nicht erreicht, erkl\u00e4rte Bundesratspr\u00e4sidentin Korinna Schumann. Dementsprechend lang sei die Forderungsliste und warte auf ihre Umsetzung. So gelte es, ein inklusives &#8211; mit der Elementarp\u00e4dagogik beginnendes &#8211; Bildungssystem zu schaffen und Beratungsstrukturen zu verbessern. Ebenso braucht es F\u00f6rderungen und Unterst\u00fctzungen, um am Arbeitsplatz gleiche Chancen, damit ein eigenes Einkommen und die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu haben. Die Barrierefreiheit m\u00fcsse umfassend von Geb\u00e4uden \u00fcber den \u00f6ffentlichen Verkehr bis hin zur digitalen Welt umgesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hofer: Jeder ist auf irgendeine Art und Weise anders<\/strong><br \/>Die Metamorphose von einem Leben mit etwas weniger Behinderung &#8211; irgendeine Behinderung habe jeder &#8211; zu einem Leben mit mehr Behinderung, sei nicht immer einfach, berichtete der Dritte Nationalratspr\u00e4sident Norbert Hofer. Man st\u00fcnde dementsprechend vor einer Herausforderung, mit diesem anderen Leben zurecht zu kommen. Ziel der Veranstaltung sei, dass man erkenne, dass jeder auf irgendeine Art und Weise etwas anders sei und dass es stark mache, H\u00fcrden zu \u00fcberwinden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kravanja: Umdenken f\u00fcr die Zukunft der Gesellschaft<\/strong><br \/>Einmal im Jahr gebe es den Tag der Menschen mit Behinderungen, man sollte aber das ganze Jahr auf deren Probleme schauen, pl\u00e4dierte Rudolf Kravanja, Pr\u00e4sident des Bundesverbands \u00d6ZIV. Es brauche eine inklusive Gesellschaft, in der jeder wei\u00df, was die und der andere braucht und man sich keine Sorgen machen muss, ob etwas barrierefrei ist oder nicht. Aktuell w\u00fcrden hingegen etwa vor Weihnachten die gro\u00dfteils barrierefreien Pl\u00e4tze mit nicht barrierefreien M\u00e4rkten verbaut und Menschen mit Behinderungen so die Teilnahme erschwert. Dasselbe gelte f\u00fcr Gesch\u00e4fte, Hotels und Thermen, wo potenzielle Kund:innen aufgrund von Barrieren ausgesperrt w\u00fcrden. Es brauche hier ein Umdenken f\u00fcr die Zukunft der Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Podiumsdiskussion mit Forderungen nach Barrierefreiheit und Chancengleichheit<\/strong><br \/>Man k\u00f6nne die Welt sicher nicht von einem Tag auf den anderen barrierefrei machen, erkl\u00e4rte Elmar F\u00fcrst, Vorstandsvorsitzender der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen \u00d6sterreichs. Es sei aber \u00e4rgerlich, wenn bei neuen Projekten Menschen mit Behinderungen nicht einbezogen w\u00fcrden, pl\u00e4dierte F\u00fcrst f\u00fcr eine rechtliche Verankerung, wie einer verpflichtenden Einbindung des \u00d6sterreichischen Behindertenrates bei Planungsprojekten.<\/p>\n\n\n\n<p>Geh\u00f6rlose, h\u00f6rbehinderte, schwerh\u00f6rende und taubblinde Menschen aber auch die Kinder von geh\u00f6rlosen Eltern br\u00e4uchten ein Recht auf Sprache, forderte Lukas Huber, Generalsekret\u00e4r des \u00d6sterreichischen Geh\u00f6rlosenbunds. Dies w\u00fcrde ihnen erm\u00f6glichen, in dieser Sprache gef\u00f6rdert zu werden. Ebenso trat Huber f\u00fcr einen Inklusionsfonds ein, aus dem Dolmetschleistungen unabh\u00e4ngig von Einkommen und Bundesland finanziert werden. Insgesamt m\u00fcssten geh\u00f6rlosen und schwerh\u00f6renden Menschen die gleichen Chancen erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6sterreich habe noch viel zu tun zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention &#8211; vor allem im Bereich der Bildung und des Arbeitsplatzes, meinte Daniela Rammel vom \u00d6ZIV Bundesverband. F\u00fcr Verbesserungen m\u00fcssten dazu Strukturen aufgebrochen werden, damit alle die gleichen Chancen haben, an Bildung teilzunehmen und die Besch\u00e4ftigung von Menschen mit Behinderungen nicht mehr an den &#8222;Barrieren im Kopf&#8220; der Arbeitgeber:innen scheitere.<\/p>\n\n\n\n<p>Da es kein Recht auf Barrierefreiheit in Ausbildung und Beruf gibt, erhalten Menschen mit Behinderungen in Folge keine gute Ausbildung, damit keinen guten Job und gelangen so in die &#8222;Hilfsschiene&#8220;. Dies sei ein Teufelskreis, der mit einer rechtlichen Verankerung gebrochen werden m\u00fcsse, forderte der Rollstuhlbasketballer Philipp Hochenburger.<\/p>\n\n\n\n<p>Isabella Aigner berichtete von ihrer Aufgabe als Erwachsenentrainerin beim \u00d6ZIV Bundesverband, das Thema Inklusion und Barrierefreiheit nach au\u00dfen zu vermitteln. Kinder seien viel offener und h\u00e4tten viel weniger Probleme mit Behinderung als erwachsene Menschen, meinte sie.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>#PurpleLightUp<\/strong><br \/>Die Veranstaltung fand anl\u00e4sslich der erneuten Teilnahme des Parlaments an der weltweiten Inklusionskampagne #PurpleLightUp statt. Diese m\u00f6chte auf die Rechte und Anliegen von Menschen mit Behinderungen aufmerksam machen. Dieses Jahr steht die \u00f6konomische Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft im Mittelpunkt. Neben der Veranstaltung wird als weiterer Programmpunkt die Fassade des Ausweichquartiers des Parlamentes in der Wiener Hofburg als sichtbares Zeichen heute Nacht wieder lila beleuchtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Artikel zum Thema:<br \/><a href=\"https:\/\/www.bizeps.or.at\/kein-anlass-zum-feiern\/\">Kein Anlass zum Feiern!<\/a> &#8211; BIZEPS online&nbsp;&#8211; ein Kommentar.<br \/>Das Parlament, vertreten durch 1. NR-Pr\u00e4sident Wolfgang Sobotka, 3. NR Norbert Hofer sowie Bundesratspr\u00e4sidentin Korinna Schumann, lud am 1. Dezember 2022 zu einer feierlichen Veranstaltung mit dem Titel: &#8222;Auftakt zum Tag der Menschen mit Behinderungen\u201c in Wiener MuseumsQuartier.&nbsp;Ein Kommentar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text: ParlamentskorrespondenzParlament: Veranstaltung \u00fcber Inklusion als Auftakt zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen. Herausforderungen im Alltag f\u00fcr Menschen mit Behinderungen &#8211; zwischen Vision und WirklichkeitWien (PK) &#8211; Der 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. 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