{"id":3435,"date":"2012-06-17T21:23:19","date_gmt":"2012-06-17T20:23:19","guid":{"rendered":"http:\/\/d1cdafa2-94d3-4484-a3b9-3b0727233b58"},"modified":"2019-07-25T11:00:27","modified_gmt":"2019-07-25T10:00:27","slug":"pflegereform-ermglicht-raschen-zugriff-auf-kunden-sparbcher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bmin.info\/WP\/2012\/06\/17\/pflegereform-ermglicht-raschen-zugriff-auf-kunden-sparbcher\/","title":{"rendered":"Pflegereform erm\u00f6glicht raschen Zugriff auf Kunden-Sparb\u00fccher"},"content":{"rendered":"\n<p>Von Christoph Rella&nbsp; &#8211; Wiener Zeitung<br \/><\/p>\n\n\n\n<p>Wer mehr als 4000 Euro angespart hat, muss damit sofort seine Pflege bezahlen. Reiche Neukunden m\u00fcssen ab 1. Juli schneller zahlen.<br \/><\/p>\n\n\n\n<p>Wien. Betuchte Pflegebed\u00fcrftige werden ab 1. Juli 2012 schneller als bisher zur Kasse gebeten.<br \/><\/p>\n\n\n\n<p>Link\u00a0<a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/465512_Pflegereform-ermoeglicht-raschen-Zugriff-auf-Kunden-Sparbuecher.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">\u201eWiener Zeitung\u201c<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Hat ein Betroffener mehr als 4000 Euro auf der hohen Kante und muss ins Heim, so wird ihm dieses Geld nicht mehr \u00fcber mehrere Monate gestaffelt, sondern sofort zur Bedeckung der Pflegekosten abgezogen. So wollen es die Stadt Wien und der neue Hauptfinanzier des Wiener Pflegesektors &#8211; der Fonds Soziales Wien (FSW).<br \/><\/p>\n\n\n\n<p>Denn Pflege kostet schlie\u00dflich Geld. Einen Zugriff auf ihr Erspartes bef\u00fcrchten m\u00fcssen allerdings nur wenige, zumal nur 5 Prozent aller Pflegebed\u00fcrftigen als &#8222;reich&#8220; gelten. Was aber dennoch bedeutet, dass Neukunden, die zum Beispiel 14.000 Euro auf einem Sparbuch liegen haben, binnen zwei Monaten bis zu 10.000 Euro &#8222;verlieren&#8220;. F\u00fcr FSW-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Peter Hacker ist das nicht weiter verwerflich. &#8222;Im Gegensatz zu anderen Bundesl\u00e4ndern werden hier nur die Verm\u00f6genswerte der betroffenen Person angegriffen, daf\u00fcr gibt es keine Regressforderungen an die Angeh\u00f6rigen&#8220;, erkl\u00e4rte er am Freitag in Wien. Die gesetzlich vorgeschriebene Kostenbeteiligung bleibt allerdings bestehen. So m\u00fcssen Pflegebed\u00fcrftige auch weiterhin bis zu 80 Prozent ihres Pflegegeldes und ihres Netto-Einkommens \u00fcberweisen.<br \/><\/p>\n\n\n\n<p>Was aber nicht hei\u00dft, dass die \u00f6ffentliche Hand aus dem Schneider ist: Sie muss in rund 95 Prozent der F\u00e4lle dennoch zahlen. In Wien sind das pro Pflegebed\u00fcrftigen durchschnittlich bis zu 5000 Euro monatlich, die der Fonds Soziales Wien (FSW) und die Stadt bisher den \u00f6ffentlichen Geriatriezentren und Pflegewohnheimen des Krankenanstaltenverbundes (KAV) zuschie\u00dfen mussten.<br \/><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stadt streicht Subvention<\/strong><br \/><\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch damit ist ab dem 1. Juli Schluss. So werden laut Hacker in Zukunft die Pflegeleistungen des KAV &#8211; wie bereits bei den privaten Anbietern der Fall &#8211; nur noch \u00fcber den Fonds abgerechnet. Die Subvention der Stadt Wien, die bisher bis zu 50 Prozent der Kosten pro Pflegeplatz abgedeckt hat, wird gestrichen und stattdessen dem FSW zugef\u00fchrt. Mit der Umstellung auf die sogenannte &#8222;vollkostendeckende Darstellung&#8220; wird auch der Tagessatz f\u00fcr einen station\u00e4ren Pflegeplatz in einem der insgesamt 13 KAV-Zentren je nach Pflegegeldstufe von bisher 79,94 Euro auf bis zu 270,12 Euro erh\u00f6ht. &#8222;Damit k\u00f6nnen wir endlich die tats\u00e4chlichen Kosten darstellen und unsere Tarife mit jenen der Konkurrenz vergleichbar machen&#8220;, so der FSW-Manager.<br \/><\/p>\n\n\n\n<p>In Wien werden derzeit knapp 19.000 Heimpl\u00e4tze &#8211; 3500 z\u00e4hlen zum KAV &#8211; vom FSW finanziert. Die j\u00e4hrlichen Pflegekosten betragen rund 700 Millionen Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Christoph Rella&nbsp; &#8211; Wiener Zeitung Wer mehr als 4000 Euro angespart hat, muss damit sofort seine Pflege bezahlen. Reiche Neukunden m\u00fcssen ab 1. Juli schneller zahlen. Wien. Betuchte Pflegebed\u00fcrftige werden ab 1. Juli 2012 schneller als bisher zur Kasse gebeten. 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