{"id":5213,"date":"2018-05-26T16:41:22","date_gmt":"2018-05-26T15:41:22","guid":{"rendered":"http:\/\/bmin.info\/WP\/?p=5213"},"modified":"2018-05-28T07:27:41","modified_gmt":"2018-05-28T06:27:41","slug":"die-oekonomisierungs-falle-im-gesundheitsbereich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bmin.info\/WP\/2018\/05\/26\/die-oekonomisierungs-falle-im-gesundheitsbereich\/","title":{"rendered":"Die \u00d6konomisierungs-Falle im Gesundheitsbereich"},"content":{"rendered":"<p>Text: Pepo Meia, Isabella Krapf, Niels Cimpa<br \/>\n<strong>Die Zusammenlegung der Krankenkassen soll in f\u00fcnf Jahren eine Milliarde Euro im Verwaltungsbereich einsparen &#8211; zum Vorteil der Patienten?<\/strong><\/p>\n<p>In der Wiener Zeitung wurde am 18. Mai 2018 ein interessanter Artikel von Gerald Michael Radner, Referent f\u00fcr Arzthaftung der Wiener \u00c4rztekammer ver\u00f6ffentlicht. Wir haben diesen Artikel als Grundlage genommen um diese Problematik auch aus Sicht der Patienten wiederzugeben.<\/p>\n<p><strong>Vertrauensverh\u00e4ltnis Arzt &#8211; Patient<\/strong><br \/>\nSeit jeher steht die Arzt-Patienten-Beziehung unter einem besonderen Schutz vor Einfl\u00fcssen Dritter und von au\u00dfen. Eine vertrauensvolle und enge Arzt-Patienten-Beziehung ist auch die beste Voraussetzung f\u00fcr eine Therapie. Sie soll vor allem im Interesse der Patienten die beste Behandlung sicher stellen.<br \/>\nDoch die Erbringung \u00e4rztlicher Leistungen, deren Quelle Wissen, Erfahrung und die intensive Befassung mit Pers\u00f6nlichkeit und Befindlichkeit eines Patienten sind, erfordert ein Maximum an Freiheit, Flexibilit\u00e4t und ein hohes Ma\u00df an Vertrauen in die \u00c4rzteschaft.<\/p>\n<p><em><strong>Klaus Br\u00fcckner <\/strong>(Rehatechnik): Dieses Vertrauensverh\u00e4ltnis baut sich erst \u00fcber Jahre und viele Gespr\u00e4che auf und bei vielen Diagnosen flie\u00dft es wieder ein, da man die Vorgeschichte und die Entwicklung des Menschen und seiner med. Probleme kennt. Vor allem beim viel gepriesenen Hausarzt (meines Vertrauens) wie bei langen Verl\u00e4ufen z.B. chronischen Erkrankungen und deren Begleiterscheinungen, ist eine Diagnose ohne Vorwissen immer mangelhaft. Die Komplexit\u00e4t der Erkrankungen resultiert sehr oft aus dem Vorleben: Kein Infarkt oder Schlaganfall kommt aus dem Nichts, wie auch \u00dcbergewicht sich durch die Lebensf\u00fchrung aufbaut \u2013 und da sind wir noch bei einfach erkennbare Zusammenh\u00e4ngen ohne Infektionen aus tropischen Urlauben und dergleichen. Denn jeder im Alter 50+ hat auch eine ebenso lange medizinische Geschichte (Rauchen, Alkohol, Sportverletzungen &#8211; auch wenn das schon lange zur\u00fcckliegt). <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anm.<\/strong>: Problematisch wird es, wenn der langj\u00e4hrige Vertrauensarzt in Pension geht, stirbt oder auch nur den Arbeitsplatz wechselt. Einsparungen im Fachpersonal (Stations\u00e4rzte, Dipl. Schwestern etc.) erh\u00f6hen nicht das Vertrauen in die Krankenanstalten. Au\u00dferdem sind die vielen Negativbeispiele in den Medien nicht f\u00f6rderlich f\u00fcr das Vertrauensverh\u00e4ltnis zu den \u00c4rzten.<\/em><br \/>\n<em><strong>ELGA<\/strong> (<strong>EL<\/strong>ektronische <strong>G<\/strong>esundheits<strong>A<\/strong>kte) <\/em><em>ist nach wie vor sowohl bei den Patienten wie auch bei der \u00c4rzteschaft umstritten, da auch die Datensicherheit nicht gew\u00e4hrleistet werden kann.<br \/>\nDie geplante Weitergabe von pers\u00f6nlichen Gesundheitsdaten an forschende Unternehmen ist ebenfalls mehr als fragw\u00fcrdig.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Erwartungshaltungen an den Arzt sind so gro\u00df wie vielschichtig:<\/strong><br \/>\nDer Patient will m\u00f6glichst rasch ohne Unannehmlichkeit vollkommen gesund werden und erwartet, dass der Arzt alles wei\u00df, alles kennt, alles kann und sich auch ausreichend f\u00fcr ihn Zeit nimmt.<\/p>\n<p>Die Gesundheitspolitik erwartet, dass der Arzt dies alles in k\u00fcrzester Zeit mit geringsten Mitteln, vielleicht sogar kostenfrei bew\u00e4ltigt.<\/p>\n<p>Der Jurist und die Gerichte erwarten, dass sich der Arzt f\u00fcr jeden einzelnen Patienten viel Zeit nimmt, um ihn \u00fcber den Krankheitszustand so aufzukl\u00e4ren, dass sich der Patient wie nach einem Medizinstudium auskennt. Selbstverst\u00e4ndlich wird vorausgesetzt, dass der Arzt dabei alle Facetten des Rechts beachtet.<\/p>\n<p>Die Medizinproduktindustrie erwartet, dass der Arzt alle technischen Errungenschaften beherrscht, diese anschafft beziehungsweise verordnet und immer auf dem neuesten Stand der medizinischen und technischen Errungenschaft steht.<\/p>\n<p>Die Krankenversicherungstr\u00e4ger erwarten, dass der Arzt den Patienten m\u00f6glichst effektiv in der Versorgung durch das sich immer mehr verkomplizierende System f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ein Mediziner hat die beste Therapie zu verordnen &#8211; und die Krankenkassen haben die Kosten daf\u00fcr zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p><strong>Die \u00f6sterreichische Rechtsordnung<\/strong> verpflichtet jeden Arzt jeden Patienten nach dem neuesten Stand der medizinischen Wissenschaften zu behandeln. Die soziale Krankenversicherung ist verpflichtet, diese Behandlungskosten zu \u00fcbernehmen, damit <strong>nach M\u00f6glichkeit<\/strong> die Gesundheit, die Arbeitsf\u00e4higkeit und die F\u00e4higkeit f\u00fcr die eigenen Bed\u00fcrfnisse zu sorgen, wiederherstellt, gebessert oder gefestigt werden. <strong>Nach M\u00f6glichkeit bedeutet<\/strong>: Mit allem, was m\u00f6glich ist, also mit der besten Medizin.<\/p>\n<p><strong>Dieses Zusammenspiel zeichnet \u00d6sterreichs Gesundheitssystem als das Weltbeste aus. Die Erfahrung hat aber auch gezeigt, dass die beste Medizin auch auf lange Sicht die kosteng\u00fcnstigste ist. Die Therapiefreiheit ist die Grundlage f\u00fcr das \u00e4rztliche Behandeln.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00d6konomische, politische und gesellschaftliche Interessen<\/strong><br \/>\nZweifellos bewegt sich diese Maxime im Spannungsfeld aktueller \u00f6konomischer, politischer und gesellschaftlicher Interessen. Strebt doch gerade die permanente Finanzierungskrise \u00f6ffentlicher Haushalte und damit auch des sozialen Gesundheitssystems nahezu reflexhaft nach Regelmechanismen, um die \u00c4rzte \u00f6konomisch zu domestizieren. Damit werden die Probleme jedoch nicht gel\u00f6st, sondern versch\u00e4rft.<br \/>\nWenn Au\u00dfenstehende aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden in dieses Arzt-Patienten-Verh\u00e4ltnis Einfluss nehmen wollen, so ist dies oftmals eine &#8222;Arroganz von Gesunden&#8220;, die sich sp\u00e4testens dann, wenn sie selbst oder nahe Angeh\u00f6rige \u00e4rztliche Hilfe ben\u00f6tigen, ins Gegenteil verkehrt.<br \/>\n<strong>Der Arzt ist in einer wahren \u00d6konomisierungsfalle gefangen<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Der Arzt haftet f\u00fcr die Behandlung des Patienten<\/strong><br \/>\nDer Arzt kann sich nicht dadurch exkulpieren, dass er veranlasst wurde, nicht die aussichtsreichste, sondern eine kosteng\u00fcnstige Therapie zu verordnen. Die Verantwortung und Haftung liegt ganz alleine bei ihm, und daher braucht er auch f\u00fcr seine Entscheidungen die Therapiefreiheit.<\/p>\n<p><em><strong>Anm<\/strong>.: Viele \u00c4rzte haben gar keinen Kassenvertrag mehr (Wahl\u00e4rzte) &#8211; bzw. nur spezielle Krankenversicherungen (Beamte, Bauern, Eisenbahner etc.).<\/em><br \/>\n<em>In welche Richtung geht unser Gesundheitssystem? Richtung US-amerikanischen Privatversicherungen? Oder \u00fcberf\u00fcllten Kassenambulatorien bzw. Arztpraxen, wo die Wartezeit wesentlich l\u00e4nger dauert als das Arztgespr\u00e4ch bzw. die Behandlung?<\/em><br \/>\n<em>Esoterik und sogenannte \u201eKurpfuscher\u201c und selbsternannte Schmerz und Heiltherapeuten haben wieder Hochsaison, da die Betroffenen Hilfe suchen und geheilt werden m\u00f6chten.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Wirtschaftlichkeit: <\/em><\/strong><br \/>\n<em>Die Sozialversicherungstr\u00e4ger haben sich ein Wirtschaftlichkeitsgebot auferlegt.<\/em><br \/>\n<em>Geld soll nur f\u00fcr das Notwendigste ausgegeben werden. Die Leistungen sollen: Ausreichend, wirtschaftlich und zweckm\u00e4\u00dfig sein und d\u00fcrfen das Ma\u00df des Notwendigen nicht \u00fcberschreiten.<\/em><br \/>\n<em>Leistungen, die dagegen versto\u00dfen, werden weder erbracht noch bewilligt = kein Rechtsanspruch der Versicherten!<\/em><\/p>\n<p><em>Die Leistungen sollen also das Notwendigste nicht \u00fcberschreiten. Dieser \u201eGummi-Paragraph\u201c wird meistens zum Nachteil der Patienten bei Klagen beim Arbeits- und Sozialgericht ausgelegt. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr: Betteinlagen, die vom Heilbehelf zum Pflegeartikel umdeklariert wurden. Dies bedeutet, dass die Pflegedienste bzw. die Patienten statt der Krankenkasse diese bezahlen m\u00fcssen \u2013 ohne Pflegedienst, keine Betteinlagen.<\/em><br \/>\n<em>Diese Betr\u00e4ge sind jedoch \u201eKleinigkeiten\u201c, wenn man sie mit Heilbehelfen im Inkontinenzbereich vergleicht. Die Kosten sind meist privat gar nicht mehr finanzierbar.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Rechtliche Stellung: Reduktion der Mittel bei Freizeitunf\u00e4llen<\/em><\/strong><br \/>\n<em>Arbeitsunf\u00e4lle (AUVA) sind rechtlich besser gestellt als Freizeitunf\u00e4lle. Dies betrifft sowohl Reha-Ma\u00dfnahmen, sowie auch Sachleistungen f\u00fcr Heil- und Pflegeartikel. <\/em><br \/>\n<em>Bei Freizeitunf\u00e4llen werden finanzielle Obergrenzen festgelegt, wodurch Betroffene z.B. bei Querschnittsl\u00e4hmungen bzw. auch bei Inkontinenz schlechter gestellt sind. Viele medizinische Produkte werden immer besser, aber auch oft teurer, ohne dass die finanziellen Obergrenzen der Kostentr\u00e4ger angepasst werden. Dies f\u00fchrt zu einer Reduktion der Heilbehelfe f\u00fcr die Betroffenen, was wiederum zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes f\u00fchrt.<\/em><br \/>\n<em>Auch die jeweiligen Bundesl\u00e4nder sind Kostentr\u00e4ger f\u00fcr Heilbehelfe, Pflegeartikel etc. Da jedoch die Obergrenzen der Leistungen vom jeweiligen Bundesland abh\u00e4ngen (die auch oft nicht entsprechend angepasst werden), wird es f\u00fcr die Betroffenen immer schwerer die n\u00f6tigen &#8211; in diesem Falle Sachleistungen &#8211; zu erhalten, da diese nicht mehr bezahlt werden.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Obergrenzen und Unterst\u00fctzungsfonds<\/em><\/strong><br \/>\n<em>Die Krankenkassen, aber auch die L\u00e4nder setzen Obergrenzen, wobei dann die Betroffenen zu den jeweiligen \u201eUnterst\u00fctzungsfonds\u201c verwiesen werden. Auch die Pensionsversicherungen haben sogenannte Unterst\u00fctzungsfonds. Dann wird man zum \u201eBittsteller\u201c und ist auf das Wohlwollen der jeweiligen Fonds angewiesen \u2013 kein rechtlicher Anspruch.<\/em><br \/>\n<em>Dass diese zus\u00e4tzliche Belastung f\u00fcr die Genesung bzw. Erhalt des Gesundheitszustandes der Betroffenen sicherlich nicht f\u00f6rderlich ist, ist wohl leicht nachvollziehbar.<\/em><br \/>\n<em>Das Einzelschicksal wird f\u00fcr die Masse immer unwichtiger, wenn es sie nicht selbst betrifft. <\/em><br \/>\n<em>Das Feindbild Asylwerber sorgt noch zus\u00e4tzlich f\u00fcr Neid und lenkt von den Systemschw\u00e4chen ab. Immer wieder h\u00f6rt man Stimmen aus der Bev\u00f6lkerung: \u201eDie Ausl\u00e4nder bekommen alles (Sozialleistungen) \u2013 und wir (die \u00d6sterreicher) bleiben da auf der Strecke &#8211; Dabei haben wir doch selbst genug Kranke und Pflegef\u00e4lle, Arbeits- und Obdachlose!\u201c die in unserem Sozialsystem auf der Strecke bleiben\u2026&#8220;<\/em><br \/>\n<em>Wenn Betroffene dann die Hilfe aus einem Unterst\u00fctzungsfonds beantragen, dann werden diese als mittellos &#8222;abgestempelt&#8220;. Bei Ablehnung bleibt nur mehr der Rechtsweg und im Falle einer Klage wird die Erfolgsaussicht minimiert. Anw\u00e4lte spezialisieren sich in der Regel auf Wirtschaftsrecht und nicht auf Sozialrecht, da dort weniger zu lukrieren ist. Der \u00f6konomische Nutzen wird vor die Gesundheit des Patienten gestellt.<\/em><\/p>\n<p><em>Nat\u00fcrlich ist es medial einfacher in unserer \u201eWohlstandsgesellschaft\u201c Spenden zu lukrieren (siehe die ORF-Aktion &#8222;Licht ins Dunkel\u201c bzw. \u201eKrebshilfe&#8220; etc.) &#8211; als die n\u00f6tigen staatlichen Mittel im Sozial- und Gesundheitsbereich zur Verf\u00fcgung zu stellen, welche eigentlich selbstverst\u00e4ndlich w\u00e4ren \u2013 da doch jeder Mensch vor dem Gesetz gleichgestellt sein sollte.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Die Armutsschere klafft immer weiter auseinander. W\u00e4hrend 10% der Bev\u00f6lkerung in \u00d6sterreich 2\/3 des Verm\u00f6gens besitzen und oft kaum Steuern zahlen, werden viele Betroffene f\u00fcr jede Kleinigkeit zur Kasse gebeten.<\/em><\/strong><br \/>\n<strong><em>Hier m\u00fcsste der Staat viel mehr regulierend eingreifen, um den sozialen Frieden, aber auch die Sicherheit im Land zu erhalten.<\/em><\/strong><br \/>\n<strong><em>\u00d6sterreich z\u00e4hlt noch immer zu den reichsten und sichersten L\u00e4nder weltweit \u2013 wie lange noch?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Artikel zum Thema: <a href=\"https:\/\/www.bizeps.or.at\/die-krankenkasse-bittet-die-betroffenen-zur-kasse\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Krankenkasse bittet die Betroffenen zur Kasse<\/a> <em>(BIZEPS 2010)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text: Pepo Meia, Isabella Krapf, Niels Cimpa Die Zusammenlegung der Krankenkassen soll in f\u00fcnf Jahren eine Milliarde Euro im Verwaltungsbereich einsparen &#8211; zum Vorteil der Patienten? In der Wiener Zeitung wurde am 18. Mai 2018 ein interessanter Artikel von Gerald Michael Radner, Referent f\u00fcr Arzthaftung der Wiener \u00c4rztekammer ver\u00f6ffentlicht. 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