{"id":6057,"date":"2019-02-20T08:06:33","date_gmt":"2019-02-20T07:06:33","guid":{"rendered":"https:\/\/bmin.info\/WP\/?p=6057"},"modified":"2019-02-20T08:06:33","modified_gmt":"2019-02-20T07:06:33","slug":"tu-wien-gelenkschonender-rollstuhl-entwickelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bmin.info\/WP\/2019\/02\/20\/tu-wien-gelenkschonender-rollstuhl-entwickelt\/","title":{"rendered":"TU Wien: Gelenkschonender Rollstuhl entwickelt"},"content":{"rendered":"<p>Text: BMIN<br \/><em>\u2028Die Technische Universit\u00e4t Wien stellt einen neuartigen Rollstuhltyp vor.\u2028<\/em><br \/>Das Forschungsteam f\u00fcr Biomechanik und Rehabilitationstechnik an der TU Wien hat mithilfe biomechanischer Modelle einen innovativen Rollstuhltyp entwickelt, der statt auf die herk\u00f6mmlichen Greifringe am Rad auf Kurbeln setzt. Der Kurbelantrieb sei ergonomischer und entspreche den nat\u00fcrlichen Bewegungsmustern des Oberk\u00f6rpers viel besser, teilt die TU Wien am 12.2.2019 mit.<br \/><br \/><strong>Gelenke werden durch Handkurbeln geschont\u2028<\/strong><br \/>\u201eDer Bewegungsablauf beim Rollstuhlfahren ist normalerweise recht unnat\u00fcrlich\u201c, so Prof. Margit Gf\u00f6hler vom Institut f\u00fcr Konstruktionswissenschaften und Produktentwicklung, TU Wien. \u201eWenn man den Rollstuhl an einem gew\u00f6hnlichen Greifring bewegt, kommt es zu extremen Gelenkstellungen, f\u00fcr die unser K\u00f6rper einfach nicht gemacht ist.\u201c Dadurch w\u00fcrden bei Rollstuhlfahrern vielfach Gelenksverletzungen und -schmerzen ausgel\u00f6st.<br \/><br \/><strong>Rollst\u00fchle werden durch die Handkurbeln nicht breiter &#8211; auch f\u00fcr Innenr\u00e4ume geeignet\u2028<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_6072\" aria-describedby=\"caption-attachment-6072\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/bmin.info\/WP\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/csm_Rollstuhl01_TU_Wien.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6072\" src=\"https:\/\/bmin.info\/WP\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/csm_Rollstuhl01_TU_Wien-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/bmin.info\/WP\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/csm_Rollstuhl01_TU_Wien-300x225.jpg 300w, https:\/\/bmin.info\/WP\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/csm_Rollstuhl01_TU_Wien-768x577.jpg 768w, https:\/\/bmin.info\/WP\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/csm_Rollstuhl01_TU_Wien-144x108.jpg 144w, https:\/\/bmin.info\/WP\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/csm_Rollstuhl01_TU_Wien.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6072\" class=\"wp-caption-text\">Foto: TU-Wien<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00c4hnlich dem Ansatz bei Handbikeantrieben setzen die Wissenschafter auf Handkurbeln &#8211; allerdings befinden sich diese bei dem Aufsatz, der sich laut den Forschern an Standard-Rollst\u00fchlen anbringen l\u00e4sst, an den Armlehnen. Es handle sich hier um \u201eeinen v\u00f6llig eigenen Antrieb\u201c, sagte Forschungsleiterin Margit Gf\u00f6hler. Im Gegensatz zu den deutlich l\u00e4ngeren Handbikes, die vor allem f\u00fcr den sportlichen Einsatz im Freien geeignet sind, ging es dem Team darum, ein System zu bauen, das im Alltag einsetzbar ist. Im Zentrum steht dabei die Flexibilit\u00e4t sowie das Fahren enger Radien.<br \/>Die beiden Kurbeln \u00e4ndern ihre L\u00e4nge w\u00e4hrend der Umdrehung, die Drehbewegung ist damit eierf\u00f6rmig, was der Anatomie der Arme und Schultern entgegenkomme. Durch das Kurbeln werden \u00fcber einen Zahnriemen die Hinterr\u00e4der angetrieben, die etwas kleiner dimensioniert sein k\u00f6nnen als bei herk\u00f6mmlichen Rollst\u00fchlen. Durch das System wird der Stuhl demnach weder breiter noch l\u00e4nger. R\u00fcckw\u00e4rts kann man sich mit dem neuen Antrieb zwar noch nicht fortbewegen. Eine Drehung am Stand ist aber m\u00f6glich, da die R\u00e4der jeweils fixiert werden k\u00f6nnen, wie Gf\u00f6hler erkl\u00e4rte.<br \/><br \/><strong>Weniger Anstrengend als ein herk\u00f6mmlicher Rollstuhl\u2028<\/strong><br \/>In Zusammenarbeit mit ihrem medizinischen Partner, dem Rehabilitationszentrum \u201eWei\u00dfer Hof\u201c in Klosterneuburg, haben die Forscher ihre Entwicklung getestet. Dabei zeigte sich, dass die Gelenke nun nur noch im nat\u00fcrlichen Winkelbereich bewegt werden m\u00fcssen und die Bewegung als angenehm empfunden wird. Analysen der Atemluft beim Fahren mit dem Prototyp ergaben, dass der Betrieb bei der gleichen Fahrtgeschwindigkeit weniger anstrengend ist als mit einen herk\u00f6mmlichen Rollstuhl.<br \/>Die mechanische Effizienz des optimierten Antriebs ist um rund 20 Prozent h\u00f6her als mit dem Greifring. Beim Gewicht des Prototyps sieht Gf\u00f6hler jedenfalls noch Potenzial zur Reduktion. Das k\u00f6nnte etwa mit einem Industriepartner, der an der Weiterentwicklung zur Marktreife interessiert ist, vorangetrieben werden. In zwei Jahren k\u00f6nnte der Rollstuhl auf dem Markt sein, meinte Gf\u00f6hler. Zuvor muss er jedoch medizinisch zugelassen werden. Herk\u00f6mmliche Rollst\u00fchle k\u00f6nnen auch aufger\u00fcstet werden. Der Rollstuhlantrieb ist bereits zum Patent angemeldet. Jetzt suchen die Forscher nach einem Industriepartner.<br \/><br \/>Link: <a href=\"https:\/\/www.tuwien.ac.at\/aktuelles\/news_detail\/article\/126523\/\">Technische Universit\u00e4t Wien<\/a><\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text: BMIN\u2028Die Technische Universit\u00e4t Wien stellt einen neuartigen Rollstuhltyp vor.\u2028Das Forschungsteam f\u00fcr Biomechanik und Rehabilitationstechnik an der TU Wien hat mithilfe biomechanischer Modelle einen innovativen Rollstuhltyp entwickelt, der statt auf die herk\u00f6mmlichen Greifringe am Rad auf Kurbeln setzt. 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