{"id":9635,"date":"2021-09-22T09:36:00","date_gmt":"2021-09-22T08:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/bmin.info\/WP\/?p=9635"},"modified":"2021-09-29T18:03:05","modified_gmt":"2021-09-29T17:03:05","slug":"weltneuheit-avatar-soll-stoerungen-im-wiener-oeffinetz-in-gebaerdensprache-uebersetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bmin.info\/WP\/2021\/09\/22\/weltneuheit-avatar-soll-stoerungen-im-wiener-oeffinetz-in-gebaerdensprache-uebersetzen\/","title":{"rendered":"Weltneuheit: Avatar soll St\u00f6rungen im Wiener \u00d6ffinetz in Geb\u00e4rdensprache \u00fcbersetzen"},"content":{"rendered":"\n<p>Text: Rathauskorrespondenz<br \/>Im Pilotprojekt wird derzeit ein Programm entwickelt, mit dem \u00d6ffi-St\u00f6rungsinfos automatisch in Geb\u00e4rdensprache gedolmetscht werden. Mit Hilfe von animierten Videos soll die \u00dcbersetzung direkt in eine App aufs Smartphone von geh\u00f6rlosen Fahrg\u00e4sten gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn eine U-Bahn im Netz der Wiener Linien nicht fahren kann, gibt es Durchsagen in Fahrzeugen und Stationen, sowie Infos auf der Website und in der WienMobil App. Die Wiener Linien wollen diese Infos k\u00fcnftig f\u00fcr rund 10.000 geh\u00f6rlose Personen in \u00d6sterreich bzw. 500.000 in Europa noch einfacher zug\u00e4nglich machen. F\u00fcr sie ist die Geb\u00e4rdensprache ihre Muttersprache und Informationen in \u201eunserer Sprache\u201c sind oft schwer verst\u00e4ndlich. Aus diesem Grund ist es f\u00fcr die Wiener Linien wichtig die St\u00f6rungsinfos auch in Geb\u00e4rdensprache zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die L\u00f6sung k\u00f6nnten animierte Videos mit der virtuellen Wiener Linien Mitarbeiterin (kurz: Avatar) Iris sein.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eMir und meinen 8.700 MitarbeiterInnen aus 45 Nationen ist es wichtig, dass der Zugang zu den \u00d6ffis f\u00fcr alle so leicht wie m\u00f6glich gemacht wird. Denn die \u00d6ffis sind f\u00fcr alle da. Darum freut es mich besonders, dass wir von Anfang an gemeinsam mit den Fahrg\u00e4sten aus der Geh\u00f6rlosen-Community und unseren Kooperations-PartnerInnen den Geb\u00e4rdenavatar entwickeln. Dieses Pilotprojekt ist international ein wichtiger Meilenstein f\u00fcr barrierefreie Kommunikation im \u00f6ffentlichen Raum\u201d<\/em>, so Alexandra Reinagl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Wiener Linien.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und so funktioniert&#8217;s<\/strong><br \/>Fahrgastinformationen im \u00f6ffentlichen Verkehr sind hoch standardisiert. Diesen Vorteil machen sich die Wiener Linien beim Geb\u00e4rdenavatar zu Nutze: Die rund 5.000 Stationen in Wiener Linien Netz und rund 30 St\u00f6rungsarten k\u00f6nnen vorab \u00fcbersetzt werden. Im St\u00f6rungsfall werden so die Infos nahezu live und automatisch von gesprochener in Geb\u00e4rdensprache \u00fcbersetzt. Die animierten Videos sollen in der WienMobil App, die mit digitalen Tickets und Fahrgastinfos die WienerInnen durch den \u00d6ffi-Alltag begleitet, wiedergegeben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die App befindet sich derzeit in der Pilotphase. Noch im Herbst soll getestet werden, ob das neue Programm in die bestehende WienMobil App eingebunden werden kann. Wenn diese Forschungsphase erfolgreich ist, wird die Applikation in den kommenden ein bis zwei Jahren ausgerollt. Die Wiener Linien entwickeln diese Weltneuheit gemeinsam mit dem Wiener Technologie-Start-Up Sign Time, der TU Wien, Upstream Mobility, den Wiener Lokalbahnen und einem Team von geh\u00f6rlosen Personen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Barrierefreiheit zentrales Anliegen der Wiener Linien<\/strong><br \/>Damit alle Fahrg\u00e4ste flexibel und sicher mit den Wiener Linien unterwegs sein k\u00f6nnen, ist die Barrierefreiheit ein zentrales Anliegen bei der Gestaltung der Fahrzeuge und Stationen, sowie der Leit- und Orientierungssysteme. Forschung und Entwicklung im digitalen Bereich ist ein wichtiger Baustein der Barrierefreiheit. Die Wiener Linien nehmen damit international eine Vorreiterrolle ein.<em> \u201eDie App wurde von Anfang an gemeinsam mit einem Team von geh\u00f6rlosen Fahrg\u00e4sten entwickelt und getestet. Es ist uns wichtig, dass bereits im Forschungsstadium sichergestellt wird, dass die Erfahrungen der Zielgruppe in die Gestaltung des Avatars miteinflie\u00dfen\u201d<\/em>, so Hans-J\u00fcrgen Gro\u00df, Konzernbeauftragter f\u00fcr Barrierefreiheit der Wiener Stadtwerke. Mehr Infos: <a href=\"https:\/\/www.wienerlinien.at\/web\/wiener-linien\/barrierefreiheit\">https:\/\/www.wienerlinien.at\/web\/wiener-linien\/barrierefreiheit<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Interessierte k\u00f6nnten den Prototypen bereits diesen Samstag, den 25.9, beim Tramwaytag im Verkehrsmuseum Remise testen. Dort wird es einen Bereich geben, wo Fahrg\u00e4ste \u00d6ffis aus Sicht von geh\u00f6rlosen Menschen erleben k\u00f6nnen.<br \/><br \/>Artikel zum Thema:<br \/><a href=\"https:\/\/bmin.info\/WP\/2020\/09\/24\/deaf-awareness-week-woche-des-gehoerlosen-bewusstseins\/\">Deaf Awareness Week \u2013 Woche des Geh\u00f6rlosen-Bewusstseins<\/a><br \/>In der letzten Septemberwoche wird weltweit die \u201edeaf awareness week\u201c gefeiert. Auch wir wollen Aufkl\u00e4rungsarbeit leisten, und \u00fcber diese Bev\u00f6lkerungsgruppe, die sich haupts\u00e4chlich als Sprachminderheit versteht, berichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text: RathauskorrespondenzIm Pilotprojekt wird derzeit ein Programm entwickelt, mit dem \u00d6ffi-St\u00f6rungsinfos automatisch in Geb\u00e4rdensprache gedolmetscht werden. Mit Hilfe von animierten Videos soll die \u00dcbersetzung direkt in eine App aufs Smartphone von geh\u00f6rlosen Fahrg\u00e4sten gelangen. 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